Kategorie: Allgemein

Eine App und virtuelle Realität für die schleswig-holsteinische Kulturlandschaft

Kiel, 20.04.2018 – Ein interdisziplinäres Team der Fachhochschule Kiel aus den Fachbereichen Medien sowie Informatik und Elektrotechnik hat am Freitag, den 20.04.2018, an der FH Kiel eine Kultur-App für Schleswig-Holstein vorgestellt. Mit der Unterstützung von Kultureinrichtungen aus ganz Schleswig-Holstein als Pilotpartnern hat die Projektgruppe der kultursphäre.sh in den letzten Monaten einen Prototyp der App konzeptionell entwickelt und umgesetzt.

Die Startseite der App

Auf einer virtuellen Landkarte auf dem Smartphone, in der die Kulturinstitutionen des Landes verzeichnet sind, können die Nutzer einfach und geobasiert sehen, welche kulturellen Angebote es in ihrer Nähe und unterwegs gibt. Filter- und Suchfunktionen erlauben die Auswahl bestimmter Angebote, etwa für Familien mit Kindern, für Musikliebhaber oder barrierefreie Einrichtungen. „Mit unserer ‚Schietwetter-Taste‘ werden beispielsweise alle Kultureinrichtungen in unmittelbarer Nähe angezeigt, die ein Dach über dem Kopf haben – eine wichtige Funktion unter anderem für Touristen, wenn wider Erwarten bei uns im Norden mal nicht die Sonne scheint“, so Professor Tobias Hochscherf von Fachbereich Medien der FH Kiel, der die App mit entwickelt hat.

Ergänzt wird die Karte durch detaillierte Darstellungen der einzelnen Kultureinrichtungen, Links zu ihren Internet- und Social Media-Präsenzen, Multimedia-Angebote sowie Augmented Reality-Elemente. „Augmented Reality (AR) – also erweiterte Realität – ermöglicht es, digitale Zusatzinformationen mit der wirklichen Welt zu kombinieren. Mit dem Theater Kiel haben wir hier erste Ideen umsetzen können“, so Felix Woelk, Professor für Agile Entwicklungsmethoden und Mensch Maschine Interaktion an der FH Kiel.

Mehr als 50 Vertreterinnen und Vertreter von Kulturinstitutionen, Kulturverbänden, Politik, Verwaltung und Hochschulen kamen am Freitag an die Fachhochschule Kiel, um die App sowie erste experimentelle AR-Anwendungen auszuprobieren. Die FH Kiel plant, das Projekt fortzusetzen und die App bis zur Marktreife weiter zu entwickeln.

AR ist eine mögliche Option in der Zukunft der App

„Die App wird nach ihrer Fertigstellung sowohl Schleswig-Holsteinern als auch Touristen Informationen zu allen Kulturinstitutionen des Landes mobil, geobasiert und benutzerfreundlich auf ihren Smartphones zur Verfügung stellen. Die kultursphäre.sh ist jedoch nicht nur eine App, sondern ein längerfristiger Prozess, der den digital-analogen Kulturraum Schleswig-Holsteins – also die Gesamtheit der analogen Kulturangebote und ihrer digitalen Zusatzinformationen – fassbar und zugänglich zu machen. Hierfür möchten wir alle interessierten Kulturinstitutionen des Landes mit einbeziehen“, sagt Christian Möller vom Fachbereich Medien der FH Kiel, der das Projekt koordiniert.

Zu den Pilotpartnern der kultursphäre.sh gehören unter anderem das Nolde Museum Seebüll, das Nationalparkzentrum Multimar Wattforum, der Steinzeitpark Dithmarschen, der Mediendom an der FH Kiel, das Freilichtmuseum Molfsee sowie das Theater Kiel und als weiterer Partner der Kulturverbund digiCULT.

Die Pilotpartner der App konnten ihre Expertise in die Entwicklung mit einbringen

Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein. Weitere Informationen finden sich neben dieser Seite auf Facebook und Twitter.

Im Rahmen des Projektes ist auch die Broschüre „5 Schritte, die jede Kulturinstitution auf dem Weg ins Social Web jetzt gleich erledigen kann“ entstanden, die kostenfrei heruntergeladen werden kann.

Jetzt neu: der Museumsblog SH

Jetzt neu auf kultursphäre.sh: der museumsblog.sh. In loser Folge stellen wir Museen und Ausstellungen in Schleswig-Holstein vor. Den Anfang machen wir mit dem Emil Nolde Museum in Seebüll.

Federführend für diesen Blog ist Dagmar Rösner von der Museumsberatung und -zertifizierung in Schleswig-Holstein, doch auch weitere Gastautorinnen und -autoren sind herzlich willkommen. Bitte einfach melden unter info@kultursphaere.sh.

Sie finden den Blog auf unserer Homepage unter www.kultursphaere.sh/museumsblog.

 

 

3. Pilotpartnertreffen der kultursphäre.sh im Multimar Wattforum

Am 19. Januar trafen sich die Pilotpartner der kultursphäre.sh – darunter das Theater Kiel, das Freilichtmuseum Molfsee, der AÖZA Steinzeitpark Dithmarschen, die Nolde-Stiftung und der Mediendom der FH Kiel – zu ihrem dritten Treffen. Nachdem letztes Mal die Nolde-Stiftung in Seebüll Gastgeber war, lud nun das Mulitmar Wattforum die Projektgruppe nach Tönning ein.

Das Multimar Wattforum lud zu sich ein

Nach einer informativen Führung durch das Nationalpark-Infozentrum durch den Leiter des Ausstellungsbetriebs, Claus von Hoerschelmann, und einem Austausch über Ausstellungskonzepte, Besucherströme, Preisgestaltung und neue innovative Präsentationsformen – etwa in Form von Audio- und Braille-Angeboten für Sehbehinderte – wurde eine nächste Version des Prototypen der kultursphäre.sh-App auf Herz und Nieren getestet.

Die Pilotpartner befassten sich mit Filter- und Suchfunktionen, der nutzerfreundlichen Kategorisierung der Kultureinrichtungen des Landes oder der Kartendarstellung. Im Mittelpunkt standen technische Funktionalitäten der App, die in vorherigen Treffen und Workshops gemeinsam konzeptionell entwickelt wurden und nun als Prototyp ausprobiert werden konnten.

Schließlich beantworteten sie noch die Fragen einer Studierendengruppe der FH Kiel, die im Rahmen ihres Studium einen Erklärfilm über die Kultursphäre entwickelt.

Ziel ist die Entwicklung eines Prototyp einer App, die als Schnittstelle die Angebote des „digital-analogen Kulturraums“ Schleswig-Holsteins mobil nutzbar macht. Die App soll das Bedürfnis der Menschen bedienen, spontan und bequem ihre Umgebung nach Kultureinrichtungen und deren Angeboten absuchen zu können. Sie richtet sich dabei sowohl an ortskundige Schleswig-Holsteiner wie auch an Touristen. Sie soll bestehende Angebote wie virtuelle Museumsbesuche, Stadtrundgänge und historische Orte zusammenführen.

Eine Abschlussveranstaltung der derzeitigen Projektphase mit Vorstellung des Prototypen ist für den 20. April 2018 in Kiel geplant. Weitere Informationen erhalten Sie im kultursphäre.sh-Newsletter (Anmeldung unter http://eepurl.com/cwhA6H), auf Facebook (facebook.com/kultursphaere) und Twitter (@kultursphaere).

Die kultursphäre.sh ist ein Projekt der Fachbereiche Medien und Informatik & Elektrotechnik Fachhochschule Kiel (FH Kiel). Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft des Landes Schleswig-Holstein.

1. Pilotpartnertreffen der kultursphäre.sh

Am 15. September fand das erste Pilotpartnertreffen der kultursphäre.sh im „MindLab“ der FH Kiel statt. Gemeinsam entwickelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem Personas und User Stories für den Prototypen einer Kultursphäre-App.

Im MindLab der FH wird fleißig diskutiert

Personas (oder Personae) sind Nutzermodelle, die Personen einer Zielgruppe in ihren Merkmalen charakterisieren und dazu dienen, sich in die Lage der potenziellen Nutzer zu versetzen und deren Perspektive während des gesamten Entwicklungsprozesses einzunehmen. Sie werden mit einem Namen, einem Werdegang und einem Privatleben versehen und haben Vorlieben und Erwartungen.

Auf Grundlage der Erfahrung der verschiedenen Pilotpartner mit ihren Gästen konnte eine Reihe dieser Personas entwickelt werden, anhand derer man sich die potentiellen Nutzer “bildlich” vorstellen kann und darstellen kann, mit welchen Intentionen sie die App benutzen, welche Ziele sie verfolgen oder welche Inhalte, Funktionen und Services sie wünschen.

Personas sind also fiktive, idealtypische Personen – die aber jede und jeder Kulturschaffende kennt, da es sie so oder so ähnlich in der Wirklichkeit häufig gibt; beispielsweise Familie Schmidt mit ihren beiden Kindern, die im Urlaub vor allem bei schlechtem Wetter Familienaktivitäten suchen und neben dem Spaßbad auch manchmal ins Museum oder ins Multimar Wattforum gehen. Oder Helga, 55, die häufig mit ihren Freundinnen Kultur erleben möchte, danach aber auch gut essen gehen will.

Die erarbeiteten Persona-Steckbriefe (zum Vergrößern klicken)

Auf Grundlage dieser Personas wurden dann User Stories – also Nutzergeschichten oder Anwendererzählung  – entwickelt, also konkrete Anwendungsfälle, nach dem Muster:

„Als < Benutzer> will ich < Aktion>, um <Ergebnis> zu erzielen“.

Beispielsweise also:

  • Als App-Nutzer lese ich gern kurze Hintergrundinformationen und Profile der Kultureinrichtungen.
  • Als Tourist möchte ich schnell und übersichtlich wissen, was ich bei schlechtem Wetter unternehmen kann.
  • Als Besucher möchte ich Öffnungszeiten und Dauer der Veranstaltungen, Preise, Anfahrt und Parkplatzsituation auf einen Blick erfassen können.
  • Als Lehrerin möchte ich alle Infos auf einen Blick haben, die ich für einen Besuch mit der Schulklasse brauche, weil ich genug um die Ohren habe.
  • Als junger Mensch sind mir visuelle Eindrücke (Clips, AR) wichtiger als lange Infotafeln.
  • Als Digital Native entdecke ich in der App immer gerne neue Features, die mein Interesse wecken und mich entertainen.
  • Als Clara möchte ich wechselnde Augmented Reality-Angebote vor Ort, um ein modernes Kulturerlebnis zu haben.
  • Als Familie Schmidt möchten wir über Angebote für Kinder informiert werden, um gemeinsame Ausflüge zu planen.

Eine User Story ist das wichtigste Werkzeug, um agile Projekte inhaltlich zu steuern. Sie transportiert die Wünsche des Kunden an ein Softwareprodukt, die dann priorisiert werden und für die das Entwicklerteam dann eine technische Lösung und Umsetzung finden muss.

Mit der gemeinsamen Arbeit aller Pilotpartner hat das Team der kultursphäre.sh an der FH Kiel nun genügend Anregungen und „Hausaufgaben“ mit auf den Weg bekommen, um den nächsten Entwicklungsschritt anzugehen.

Zu den derzeitigen Pilotpartnern der kultursphäre.sh gehören das Freilichtmuseum Molfsee, die Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde, der Steinzeitpark Dithmarschen, das Theater Kiel mit Schauspielhaus und Oper, der Mediendom an der FH Kiel, das Nationalparkzentrum Multimar Wattforum und digiCULT.

Das nächste Pilotpartnertreffen wird im November bei der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde in Seebüll stattfinden. Bei Fragen oder Anregungen freuen wir uns, von Ihnen zu hören unter info@kultursphaere.sh.

kultursphäre.sh Konzeptionsworkshop am 20. Februar 2017 in Kiel

Einladung zum Kickoff Event der KULTURSPHÄRE.SH

Alle interessierten Kulturschaffenden und Medienvertreter sind herzlich eingeladen zum Kickoff-Event der zweiten Phase des Projektes KULTURSPHÄRE.SH am 13.06. im Bunker D. In kurzen Präsentationen werden Vertreter der Kulturabteilung des MJKE und der Fachbereiche Medien sowie Informatik & Elektrotechnik das Konzept der KULTURSPHÄRE.SH als „real-digitalem Kulturraum“ vorstellen. Im Anschluss ist Zeit für Fragen und Austausch. Die Veranstaltung klingt bei Erfrischungen und Gesprächen im Bunker Café mit Blick auf die Schwentinemündung aus.

Was?
kultursphäre.sh Kickoff Event

Wann?
Dienstag, den 13.06.2017
18:00-20:00 Uhr

Wo?
Bunker D
Fachhochschule Kiel
Schwentinestr. 11
24149 Kiel-Dietrichsdorf

Anfahrt und Lageplan: www.fh-kiel.de/bunker-d

RSVP: Aufgrund begrenzter Plätze bitten wir um verbindliche Anmeldung unter hartmann@theinformationsociety.org.

Weitere Informationen und Anmeldung zu unserem Newsletter unter www.kultursphäre.sh.

kultursphäre.sh Konzeptionsworkshop am 20. Februar 2017 in Kiel

kultursphäre.sh geht in die zweite Phase

Das Projekt kultursphäre.sh geht in die zweite Phase. Mit Unterstützung der Kulturabteilung des Ministeriums für Justiz, Kultur und Europa (MJKE) führt die Fachhochschule Kiel (FH Kiel) im nächsten Jahr das Projekt kultursphäre.sh weiter. Langfristiges Ziel des Projektes ist es, die vielfältige Kulturlandschaft Schleswig-Holsteins mobil und geobasiert als sogenannte „Smart Sphere“ erlebbar zu machen.

Zunehmend ergänzen digitale Angebote und Informationen, ortsbasierte Dienste und Karten sowie nutzergenerierte Informationen aus sozialen Netzwerken unser Leben. Um diesen digital-realen Erlebnisraum zugänglich zu machen, soll in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kultureinrichtungen zunächst der Prototyp einer App entwickelt werden. Die App soll als Schnittstelle auf Smartphones und Tablets mobil nutzbar und einfach in der Bedienung Informationen über Kulturangebote zugänglich machen und bei der Planung und dem Entdecken der Kultursphäre Schleswig-Holstein helfen. Einen Zusatznutzen soll das Angebot dabei gleichermaßen kulturinteressierten Schleswig-Holsteinern, Touristen und Familien bieten.

Das Projekt soll bestehende Angebote vernetzen und in Zusammenarbeit mit Pilotpartnern weiter entwickeln und ergänzen. Die App wird eine modular wachsende Schnittstelle für das Kulturland Schleswig-Holstein sein. Sie ist somit die Einstiegs-Schnittstelle für alle Angebote im Erlebnisraum und der Beginn der Vernetzung von Touristen und Bürgern mit dem Land Schleswig-Holstein und seinen analogen, wie digitalen Angeboten – von Social Web, bis klassischen Papier-Angeboten. Daher sollte sie nachhaltig und langfristig ausbaubar sein. In einem nächsten Schritt können dann auch Elemente wie virtuelle Realität oder „Augmented Reality“ ergänzt werden.

Icon kultursphäre.sh

Willkommen zur KULTURSPHÄRE.SH

Der digitale Wandel in der Gesellschaft ermöglicht und erfordert neue Konzepte und Räume, so auch im Bereich von Kunst und Kultur. Internetnutzung wird immer mobiler. Durch die Nutzung von Smartphones und ortsbasierten Diensten legt sich eine virtuelle Ebene auf die reale Welt. Um die digital-analogen Kulturräume erfahrbar und die Chancen der Digitalisierung und des mobilen Internet für die Kulturlandschaft in Schleswig-Holstein nutzbar zu machen, möchte die Fachhochschule Kiel im Projekt KULTURSPHÄRE.SH die Möglichkeiten einer Kultur-App ausloten und konzeptionieren.

Hierfür führt die FH Kiel (Fachbereich Medien und Fachbereich Information und Elektrotechnik) derzeit mit Unterstützung der Kulturabteilung des Ministeriums für Justiz, Kultur und Europa (MJKE) des Landes Schleswig-Holstein ein Projekt durch, um eine Kultursphäre für das Land Schleswig-Holstein zu konfigurieren und aufzubauen.

Damit verbunden ist die Einrichtung einer Datenbank, die Kulturangebote zusammenführt, die Konfiguration von Schnittstellen zu bestehenden Webseiten sowie der Aufbau einer mobilen Anwendung, mit der geobasiert Angebote von Kultureinrichtungen auf mobilen Geräten abgerufen werden können.
Die App soll das Bedürfnis der Menschen bedienen, spontan und bequem ihre Umgebung nach Kultureinrichtungen und deren Angeboten absuchen zu können. Sie richtet sich dabei sowohl an ortskundige Schleswig-Holsteiner wie auch an Touristen. Wichtig sind daher Nutzerfreundlichkeit und ansprechendes Design. Sie soll bestehende Angebote wie virtuelle Museumsbesuche, Stadtrundgänge und historische Orte zusammenführen. Aber auch Kulturangebote von Theatern, bildender Kunst oder Musik können durch digitale Zusatzangebote einfacher erfahrbar gemacht werden. Die Suche auf einer Vielzahl von unübersichtlichen Internetseiten entfällt. Die kulturelle Vielfalt Schleswig-Holsteins wird zu einem erweiterten digitalen-realen Erlebnisraum.

In einer ersten Projektphase vom 15.12.2016-28.02.2017 sollen Konzepte einer ortsbasierten, interaktiven Anwendung (App) für einen solchen digital-realen Kulturraum in Schleswig-Holstein vorgestellt, diskutiert und mit Kultur-Akteuren weiterentwickelt werden. Ziel ist es, in einer zweiten Projektphase eine App umzusetzen, die die Kulturangebote Schleswig-Holsteins mobil und geobasiert als sogenannte „Smart Sphere“ erlebbar macht.

Wenn Sie auch weiterhin über das Projekt KULTURSPHÄRE.SH informiert werden möchten, tragen Sie sich bitte für unseren Newsletter ein: http://eepurl.com/cwhA6H.