Jetzt neu: der Museumsblog SH

Jetzt neu auf kultursphäre.sh: der museumsblog.sh. In loser Folge stellen wir Museen und Ausstellungen in Schleswig-Holstein vor. Den Anfang machen wir mit dem Emil Nolde Museum in Seebüll.

Federführend für diesen Blog ist Dagmar Rösner von der Museumsberatung und -zertifizierung in Schleswig-Holstein, doch auch weitere Gastautorinnen und -autoren sind herzlich willkommen. Bitte einfach melden unter info@kultursphaere.sh.

Sie finden den Blog auf unserer Homepage unter www.kultursphaere.sh/museumsblog.

 

 

3. Pilotpartnertreffen der kultursphäre.sh im Multimar Wattforum

Am 19. Januar trafen sich die Pilotpartner der kultursphäre.sh – darunter das Theater Kiel, das Freilichtmuseum Molfsee, der AÖZA Steinzeitpark Dithmarschen, die Nolde-Stiftung und der Mediendom der FH Kiel – zu ihrem dritten Treffen. Nachdem letztes Mal die Nolde-Stiftung in Seebüll Gastgeber war, lud nun das Mulitmar Wattforum die Projektgruppe nach Tönning ein.

Das Multimar Wattforum lud zu sich ein

Nach einer informativen Führung durch das Nationalpark-Infozentrum durch den Leiter des Ausstellungsbetriebs, Claus von Hoerschelmann, und einem Austausch über Ausstellungskonzepte, Besucherströme, Preisgestaltung und neue innovative Präsentationsformen – etwa in Form von Audio- und Braille-Angeboten für Sehbehinderte – wurde eine nächste Version des Prototypen der kultursphäre.sh-App auf Herz und Nieren getestet.

Die Pilotpartner befassten sich mit Filter- und Suchfunktionen, der nutzerfreundlichen Kategorisierung der Kultureinrichtungen des Landes oder der Kartendarstellung. Im Mittelpunkt standen technische Funktionalitäten der App, die in vorherigen Treffen und Workshops gemeinsam konzeptionell entwickelt wurden und nun als Prototyp ausprobiert werden konnten.

Schließlich beantworteten sie noch die Fragen einer Studierendengruppe der FH Kiel, die im Rahmen ihres Studium einen Erklärfilm über die Kultursphäre entwickelt.

Ziel ist die Entwicklung eines Prototyp einer App, die als Schnittstelle die Angebote des „digital-analogen Kulturraums“ Schleswig-Holsteins mobil nutzbar macht. Die App soll das Bedürfnis der Menschen bedienen, spontan und bequem ihre Umgebung nach Kultureinrichtungen und deren Angeboten absuchen zu können. Sie richtet sich dabei sowohl an ortskundige Schleswig-Holsteiner wie auch an Touristen. Sie soll bestehende Angebote wie virtuelle Museumsbesuche, Stadtrundgänge und historische Orte zusammenführen.

Eine Abschlussveranstaltung der derzeitigen Projektphase mit Vorstellung des Prototypen ist für den 20. April 2018 in Kiel geplant. Weitere Informationen erhalten Sie im kultursphäre.sh-Newsletter (Anmeldung unter http://eepurl.com/cwhA6H), auf Facebook (facebook.com/kultursphaere) und Twitter (@kultursphaere).

Die kultursphäre.sh ist ein Projekt der Fachbereiche Medien und Informatik & Elektrotechnik Fachhochschule Kiel (FH Kiel). Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft des Landes Schleswig-Holstein.

1. Pilotpartnertreffen der kultursphäre.sh

Am 15. September fand das erste Pilotpartnertreffen der kultursphäre.sh im „MindLab“ der FH Kiel statt. Gemeinsam entwickelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem Personas und User Stories für den Prototypen einer Kultursphäre-App.

Im MindLab der FH wird fleißig diskutiert

Personas (oder Personae) sind Nutzermodelle, die Personen einer Zielgruppe in ihren Merkmalen charakterisieren und dazu dienen, sich in die Lage der potenziellen Nutzer zu versetzen und deren Perspektive während des gesamten Entwicklungsprozesses einzunehmen. Sie werden mit einem Namen, einem Werdegang und einem Privatleben versehen und haben Vorlieben und Erwartungen.

Auf Grundlage der Erfahrung der verschiedenen Pilotpartner mit ihren Gästen konnte eine Reihe dieser Personas entwickelt werden, anhand derer man sich die potentiellen Nutzer “bildlich” vorstellen kann und darstellen kann, mit welchen Intentionen sie die App benutzen, welche Ziele sie verfolgen oder welche Inhalte, Funktionen und Services sie wünschen.

Personas sind also fiktive, idealtypische Personen – die aber jede und jeder Kulturschaffende kennt, da es sie so oder so ähnlich in der Wirklichkeit häufig gibt; beispielsweise Familie Schmidt mit ihren beiden Kindern, die im Urlaub vor allem bei schlechtem Wetter Familienaktivitäten suchen und neben dem Spaßbad auch manchmal ins Museum oder ins Multimar Wattforum gehen. Oder Helga, 55, die häufig mit ihren Freundinnen Kultur erleben möchte, danach aber auch gut essen gehen will.

Die erarbeiteten Persona-Steckbriefe (zum Vergrößern klicken)

Auf Grundlage dieser Personas wurden dann User Stories – also Nutzergeschichten oder Anwendererzählung  – entwickelt, also konkrete Anwendungsfälle, nach dem Muster:

„Als < Benutzer> will ich < Aktion>, um <Ergebnis> zu erzielen“.

Beispielsweise also:

  • Als App-Nutzer lese ich gern kurze Hintergrundinformationen und Profile der Kultureinrichtungen.
  • Als Tourist möchte ich schnell und übersichtlich wissen, was ich bei schlechtem Wetter unternehmen kann.
  • Als Besucher möchte ich Öffnungszeiten und Dauer der Veranstaltungen, Preise, Anfahrt und Parkplatzsituation auf einen Blick erfassen können.
  • Als Lehrerin möchte ich alle Infos auf einen Blick haben, die ich für einen Besuch mit der Schulklasse brauche, weil ich genug um die Ohren habe.
  • Als junger Mensch sind mir visuelle Eindrücke (Clips, AR) wichtiger als lange Infotafeln.
  • Als Digital Native entdecke ich in der App immer gerne neue Features, die mein Interesse wecken und mich entertainen.
  • Als Clara möchte ich wechselnde Augmented Reality-Angebote vor Ort, um ein modernes Kulturerlebnis zu haben.
  • Als Familie Schmidt möchten wir über Angebote für Kinder informiert werden, um gemeinsame Ausflüge zu planen.

Eine User Story ist das wichtigste Werkzeug, um agile Projekte inhaltlich zu steuern. Sie transportiert die Wünsche des Kunden an ein Softwareprodukt, die dann priorisiert werden und für die das Entwicklerteam dann eine technische Lösung und Umsetzung finden muss.

Mit der gemeinsamen Arbeit aller Pilotpartner hat das Team der kultursphäre.sh an der FH Kiel nun genügend Anregungen und „Hausaufgaben“ mit auf den Weg bekommen, um den nächsten Entwicklungsschritt anzugehen.

Zu den derzeitigen Pilotpartnern der kultursphäre.sh gehören das Freilichtmuseum Molfsee, die Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde, der Steinzeitpark Dithmarschen, das Theater Kiel mit Schauspielhaus und Oper, der Mediendom an der FH Kiel, das Nationalparkzentrum Multimar Wattforum und digiCULT.

Das nächste Pilotpartnertreffen wird im November bei der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde in Seebüll stattfinden. Bei Fragen oder Anregungen freuen wir uns, von Ihnen zu hören unter info@kultursphaere.sh.

Einladung zum Kickoff Event der KULTURSPHÄRE.SH

Alle interessierten Kulturschaffenden und Medienvertreter sind herzlich eingeladen zum Kickoff-Event der zweiten Phase des Projektes KULTURSPHÄRE.SH am 13.06. im Bunker D. In kurzen Präsentationen werden Vertreter der Kulturabteilung des MJKE und der Fachbereiche Medien sowie Informatik & Elektrotechnik das Konzept der KULTURSPHÄRE.SH als „real-digitalem Kulturraum“ vorstellen. Im Anschluss ist Zeit für Fragen und Austausch. Die Veranstaltung klingt bei Erfrischungen und Gesprächen im Bunker Café mit Blick auf die Schwentinemündung aus.

Was?
kultursphäre.sh Kickoff Event

Wann?
Dienstag, den 13.06.2017
18:00-20:00 Uhr

Wo?
Bunker D
Fachhochschule Kiel
Schwentinestr. 11
24149 Kiel-Dietrichsdorf

Anfahrt und Lageplan: www.fh-kiel.de/bunker-d

RSVP: Aufgrund begrenzter Plätze bitten wir um verbindliche Anmeldung unter hartmann@theinformationsociety.org.

Weitere Informationen und Anmeldung zu unserem Newsletter unter www.kultursphäre.sh.