Kultur besser finden: Kulturministerin Prien stellt neue Kulturfinder-App der Fachhochschule Kiel vor

Am Dienstag, den 12.05.2020, stellte die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, Karin Prien, am Zentrum für Digitalität und Kultur (ZDK) der Schleswig-Holsteinischen Landes­bibliothek (SHLB) die neue Anwendung kulturfinder.sh der FH Kiel vor, die Informationen über alle Kultureinrichtungen des Landes digital und geobasiert an einem Ort vereint.

Der kulturfinder.sh, der maßgeblich von Studierenden des Fachbereichs Medien der FH Kiel entwickelt wurde, ermöglicht es den Nutzer*innen, mobil auf ihrem Smartphone Kultur­institutionen in ganz Schleswig-Holstein zu finden. Geobasiert werden Kultureinrichtungen im Umkreis des Standortes des Nutzers auf einer Landkarte angezeigt. Zu jeder Institution gibt es zudem ein Foto sowie eine Beschreibung, die Adresse und weitere Angebote.

Screenshot Liste

Mit einem einfachen Klick startet man aus der App heraus die Navigation per Karten-App oder über das ÖPNV-Angebot von nah.sh und wird somit un­mittel­bar zum Ziel geleitet.

Mittels einer Filterfunktion können zudem Angebote nach den eigenen Vorstellungen sortiert werden, beispielsweise kann gezielt nach Museen, Bühnen, Musik, Literatur oder Angeboten für Familien und Kinder, Barrierefreiheit oder regelmäßigen Führun­gen gesucht werden.

Ein „Schietwetter-Button“ zeigt mit einem Klick Kulturangebote in der Nähe an, die auch bei schlechtem Wetter besucht werden können, sollte die Sonne in Schleswig-Holstein ausnahmsweise einmal nicht scheinen. Umgekehrt gibt es auch einen Filter, der nur Angebote unter freiem Himmel anzeigt.

Eine besondere Funktion sind die Living Images, mit der Fotos und Gemälde zum Leben erweckt werden. Dank Augmented Reality-Technologie (AR) beginnen Bilder zu sprechen oder es werden digitale Zusatzinformationen eingeblendet, wenn man die Smartphone Kamera auf eines der Bilder richtet.

Ministerin Prien sagte bei der Eröffnung: „Mit dieser App zeigen uns die klugen Köpfe im echten Norden mal wieder, wie Technologie und Kultur sich perfekt ergänzen“, freute sich Karin Prien. „Unsere Welt wird geprägt durch die Infosphäre. Wir machen daraus die Kultursphäre. Ein digitales Tool für alle Kultureinrichtungen in Schleswig-Holstein, Suchen und Finden in einer App. In Coronazeiten haben wir den analogen Kulturgenuss schmerzlich vermisst. Mit der Kulturfinder-App gelingt uns jetzt zur richtigen Zeit der Schulterschluss zwischen analog und digital.“.

Berit Johannsen, stellvertretende Leiterin der SHLB und zuständig für Digitalisierungs­projekte, ergänzte: „Wir freuen uns, dass wir im Rahmen des Digitalen Masterplans Kultur mit dem Zentrum für Digitalisierung und Kultur und der kultursphäre.sh die kulturellen Einrichtungen des Landes beim Digitalen Wandel unterstützen und ihnen mehr Sichtbarkeit geben können. Gerade in Zeiten von Corona braucht die Kultur Unterstützung.“

Prof. Björn Christensen, designierter Präsident der FH Kiel sagte: „Der kulturfinder.sh demonstriert Wissenstransfer und die enge Verbindung zwischen der FH Kiel und der Kulturlandschaft in Schleswig-Holstein.“

Prof. Tobias Hochscherf, Prodekan am Fachbereich Medien der FH Kiel, sagte: „Digitalisierung und Künstliche Intelligenz können Kultur nicht ersetzen, aber sehr wohl ergänzen und unterstützen. Der Kulturfinder und das ganze Projekt kultursphäre.sh sind ein bundesweit wahrgenommenes Beispiel für angewandte Forschung. Die kulturelle Infrastruktur zeigt sich hier in Schleswig-Holstein sehr innovativ und experimentierfreudig.“

„Vor allem die Rolle der Studierenden des Fachbereichs Medien, die die App programmiert haben, ist dabei hervorzuheben. Die Professionalität und der Einsatz, die das Team dabei an den Tag gelegt hat, gleichen einem dynamischen Start-up“, betonte Projektleiter Prof. Christian Möller. Unterstützt wurden die Entwicklung in der finalen Phase vor der Veröffentlichung auch durch Experten von Dataport.

„Anders als die großen kommerziellen Karten-Apps, findet der kulturfinder.sh alle Kultureinrichtungen in Schleswig-Holstein, die einen festen Ort und regelmäßige Öffnungszeiten haben – auch die ganz kleinen“, so die Projekt­koordinatorin Annika Hartmann. Eine Redaktion hat alle Einträge überprüft und ist mit den Institutionen in direktem Kontakt. „Weitere Funktionen, Ver­anstaltungs­kalender oder kulturelle Angebote ohne festen Ort könnten zukünftig dazu kommen“, so Hartmann weiter.

Der kulturfinder.sh steht auf Deutsch, Englisch und Dänisch zur Verfügung und ist weitgehend barrierefrei. Weitere Funktionalitäten werden kontinuierlich weiter ergänzt.

Der kulturfinder.sh steht für alle Betriebssysteme zum kostenfreien Download unter https://kulturfinder.sh zur Verfügung. Auf dem Smartphone kann die App – ganz ohne Installation aus einem Store – bequem auf dem Startbildschirm abgelegt werden (Exportieren -> Zum Homescreen hinzufügen).

Kultur in Deiner Hand. Ein Film von er Fachhochschule Kiel-Studentinnen Antonia Hauschild, Sina Hoyer, Inken Rott & Louisa Ziebell von der FH Kiel.

Der kulturfinder.sh ist ein Angebot der Kultursphäre Schleswig-Holstein, einem Projekt des Fachbereichs Medien der FH Kiel mit Unterstützung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein sowie der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek (SHLB). In Kooperation mit digiCULT. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite www.kultursphäre.sh

Audience Development: Handreichung der SHLB zum Digitalen Masterplan Kultur

Die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek (SHLB) veröffentlicht in loser Reihenfolge Broschüren mit hilfreichen Tipps zum Digitalen Masterplan Kultur. Die erste Broschüre widmet sich dem Thema Audience Development und wurde von Christian Henner-Fehr, Wien, einem der Co-Autoren des Digitalen Masterplans verfasst.

Wer Audience Development betreibt, verfolgt das Ziel, neues Publikum für die eigenen Angebote zu gewinnen. Neu soll aber nicht nur das Publikum sein, auch die Kultureinrichtungen müssen sich ständig neu erfinden. Erst recht in Bezug auf digitale Angebote. Neue Techniken haben dazu geführt, dass Kommunikation keine Einbahnstraße ist. Partizipation und Teilhabe haben deshalb einen ganz anderen Stellenwert bekommen. Neue Strukturen und Angebote werden deshalb im Idealfall nicht mehr für ein neues Publikum geschaffen, sondern gemeinsam mit diesem. Dafür verwendet das Audience Development-Ansätze aus den Bereichen Marketing, PR und Vermittlung.

Die Broschüre bietet eine Übersicht über diese Bereiche und vermittelt für Kultureinrichtungen konkrete Anwendungs- und Umsetzungsmöglichkeiten. Die Broschüre steht hier zum Download bereit. Druckexemplare können (auch in höherer Stückzahl) bestellt werden bei der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek, Wall 47/51, 24103 oder per E-Mail unter der Adresse digital@shlb.landsh.de.

Verschiebung der Präsentation der Kulturfinder-App

Angesichts der derzeitigen Lage mit weitgehenden Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverboten müssen wir leider die eigentlich für den 29.04.2020 an der FH Kiel geplante Vorstellung unserer Kulturfinder-App verschieben.

Die App wird -wie das Projekt kultursphäre.sh insgesamt- vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein sowie der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek (SHLB) gefördert und in Kooperation mit digiCULT, Dataport und zahlreichen Kulturpartnern in Schleswig-Holstein am Fachbereich Medien der FH Kiel entwickelt. Die Entwicklung ist soweit abgeschlossen und die App wird allen Schleswig-HolsteinerInnen und Gästen in drei Sprachen rechtzeitig für die Wiedereröffnung der Kulturstätten des Landes zur Verfügung stehen.

Bis dahin finden Sie unter dem Motto #closedbutopen unter anderem auch auf der Seite der Kultursphäre sowie unseren Präsenzen auf Facebook und Twitter Informationen über digitale (Ersatz-) Angebote der #KulturSH für #KulturinZeitenvonCorona: https://www.kultursphaere.sh/shkultur-in-zeiten-von-corona/.

Über den neuen Termin und die Modalitäten der Veröffentlichung der App werden wir unter anderem hier informieren.

#shKultur in Zeiten von Corona

Die derzeitige Corona-Krise mit den erheblichen Ausgangseinschränkungen und Schließungsverfügungen, hat das kulturelle Leben weitgehend lahmgelegt. Hier bieten wir einen Überblick der digitalen Kultur-Angebote in Schleswig-Holstein. Der Beitrag wird ständig aktualisiert und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Was sollen wir noch aufnehmen? Schreiben Sie uns gerne unter info@kultursphaere.sh.


Das Europäische Hansemuseum Lübeck hat unter dem Motto #closedbutopen seine Türen virtuell weit geöffnet und bietet Vorträge, Live-Führungen und Rundgänge auf Facebook, Twitter oder Instagram an.


Das Theater Kiel veröffentlicht derzeit täglich auf Facebook und Instagram ein kurzes Video der Künstler*innen und stellt das Hörspiel des Weihnachtsmärchens “Der Zauberer von Oz” und weitere Märchen wie die “Schneekönigin” als Hörspiel auf Youtube zur Verfügung.


Das Theater Lübeck lässt auf Facebook das Philharmonische Orchester noch einmal »Huit morceaux« von Reinhold Glière spielen.

Reinhold Glière »Huit morceaux«

Das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck kann zwar aktuell nicht auf der Bühne für euch spielen, aber hier spielen Sigrid Strehler (Violoncello) und Irene Stroh (Violine) einen Satz von »Huit morceaux« von Reinhold Glière für euch zu Hause!#stayathome #staypublic #DieMusikIstAusUndIstImmerNochDa

Gepostet von Theater Lübeck am Montag, 23. März 2020

Der Kreis Stormarn hat eine wirklich tolle Seite mit Kultur-Angeboten von Organisationen und Unternehmen aus dem Kreis, die frei genutzt werden können, zusammengestellt. Dazu gehören beispielsweise Angebote der Bibliotheken, Vorlesegeschichten, Kreativangebote, Musik oder Lernangebote.


Das Museum Kunst der Westküste bietet Online-Führungen und Artist-Interviews auf seinen Facebook– und Instagram-Präsenzen, auf YouTube und hat mit MKDW-TV sogar einen eigenen “Fernsehsender” auf die Beine gestellt. Neue Filme gibt es immer dienstags und freitags um 19.30 Uhr, Live-Führungen finden immer donnerstags um 13.30 Uhr auf Facebook und Instagram statt.

https://www.instagram.com/p/B-aGBmAoapj/

Das Nordkolleg bietet unter anderem den Wohnzimmerchor. Jede Woche freitags wird ein mehrstimmiges Chorstück veröffentlicht – physisch distanziert, aber doch gemeinsam. Jeder kann nach Anmeldung mitmachen.


Das Multimar Wattforum bietet als Countdown bis zum Osterfest ein Osterpuzzle zum Selberbasteln an. Lehrkräfte und Eltern können zudem Bildungsmaterialien herunterladen. Auf der Facebook-Seite des Nationalparks gibt es aktuelle Fotos und Videos von der Natur im Wattenmeer und aus dem Multimar Wattforum. Auch ein 360°-VR-Rundgang durch das Multimar ist möglich.


Das Wenzel-Hablik-Museum nutzt seine Facebook– und Instagram-Profile, um Einblicke in die derzeitigen Sonderausstellung Glashäuser, Luftgebäude und Sternengrüsse. Utopien des Bauens. Wenzel Hablik und der Briefzirkel “Gläserne Kette” anzubieten.


Die Buchmacher-Messe der unabhängigen Verlage in St. Petri, die eigentlich für den 26. und 27. April geplant war, findet nun online statt: Auf der Webseite von St. Petri stellen die Verlage Buchtipps aus dem aktuellem Programm vor.

Buchmacher-Messe St. Petri

Die Landeshauptstadt Kiel präsentiert auf Facebook als “Kulturhappen” einen Panorama-Einblick in die neue Ausstellung des Schifffahrtsmuseums in der Fischhalle.

Wenn Ihr nicht zur Kultur kommen könnt, dann kommt die Kultur einfach zu Euch: Unser Schifffahrtsmuseum wurde komplett…

Gepostet von Landeshauptstadt Kiel am Dienstag, 17. März 2020

Die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek veröffentlicht regelmäßig auf Twitter ein Stück aus ihrer umfangreichen Sammlung.


Auch die Museumszertifizierung Schleswig-Holstein stellt täglich auf Facebook ein Exponat vor.


Und natürlich gehört auch die Arche Warder als europaweit einzigartiges Zentrum für seltene und vom Aussterben bedrohte Haus- und Nutztierrassen zum kulturellen Angebot Schleswig-Holsteins. Derzeit gewährt die Arche uns auf Instagram und Facebook Einblicke in die Arbeit mit den Tieren.


Die kultursphäre.sh wird in diesen Beitrag in den nächsten Tagen kontinuierlich aktualisieren und unter dem Hashtag #SHKultur auch auf unseren Social Media-Kanälen teilen.

Natürlich konnten wir bisher nur einen kleinen Ausschnitt der digitalen Kulturangebote in Schleswig-Holstein in Zeiten von Corona geben. Was sollen wir noch aufnehmen? Schreiben Sie uns gerne unter info@kultursphaere.sh.

Kultur in Zeiten von Corona

Die derzeitige Corona-Krise mit den erheblichen Ausgangseinschränkungen und Schließungsverfügungen in vielen Ländern, haben das kulturelle Leben weitgehend lahmgelegt. Neben den finanziellen Einbußen für die Kulturschaffenden und Institutionen ist auch für die Bürgerinnen und Bürger die Teilnahme an den üblichen Kulturangeboten nicht mehr möglich.

Unter den Schlagworten #KulturinZeitenvonCorona oder #closedbutopen sind in den letzten Tagen eine ganze Reihe von Initiativen gestartet, um einen digitalen Ersatz für das reale Kulturerleben zu bieten.

#closedbutopen

National wir international stellen viele Kulturinstitutionen ihre bestehenden digitalen Angebote kostenlos zur Verfügung oder erstellen während der angeordneten Schließung neue Angebote. Unter Hashtags wie #closebutopen oder #KulturinZeitenvonCorona findet man eine Vielzahl auf den sozialen Netzwerken. Auch die kultursphäre.sh hat einmal einen Blick geworfen und möchte einige gut gemachte Angebote hier als Anregung und Werbung für die schleswig-holsteinische Kulturlandschaft sammeln.

Die Berliner Philharmoniker öffnen ihre Digital Concert Hall kostenfrei für alle. Museen wir das Musée d’Orsay, das British Museum oder das Van Gogh-Museum in Amsterdam bieten virtuelle Touren an.

Das Obere Belvedere in Wien führt regelmäßig um 15:00 Uhr per Livestream durch die Ausstellung und erläutert einzelne Exponate. Allein schon wegen des charmanten Wiener Schmäh lohnenswert.

Angebote in Schleswig-Holstein

Auch in bei uns im Land gibt es eine ganze Reihe von bereits bestehenden oder neuen digitalen kulturellen Angeboten in Zeiten von Corona.

Das Theater Kiel veröffentlicht derzeit täglich auf Facebook und Instagram ein kurzes Video der Künstler*innen und stellt das Hörspiel des Weihnachtsmärchens “Der Zauberer von Oz” bei Youtube zur Verfügung.

Das Theater Lübeck lässt auf Facebook das Philharmonische Orchester noch einmal »Huit morceaux« von Reinhold Glière spielen.

Reinhold Glière »Huit morceaux«

Das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck kann zwar aktuell nicht auf der Bühne für euch spielen, aber hier spielen Sigrid Strehler (Violoncello) und Irene Stroh (Violine) einen Satz von »Huit morceaux« von Reinhold Glière für euch zu Hause!#stayathome #staypublic #DieMusikIstAusUndIstImmerNochDa

Gepostet von Theater Lübeck am Montag, 23. März 2020

Die Landeshauptstadt Kiel präsentiert auf Facebook als “Kulturhappen” einen Panorama-Einblick in die neue Ausstellung des Schifffahrtsmuseums in der Fischhalle.

Wenn Ihr nicht zur Kultur kommen könnt, dann kommt die Kultur einfach zu Euch: Unser Schifffahrtsmuseum wurde komplett…

Gepostet von Landeshauptstadt Kiel am Dienstag, 17. März 2020

Die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek veröffentlicht regelmäßig auf Twitter ein Stück aus ihrer umfangreichen Sammlung.

Auch die Museumszertifizierung Schleswig-Holstein stellt täglich auf Facebook ein Exponat vor.

Und natürlich gehört auch die Arche Warder als europaweit einzigartiges Zentrum für seltene und vom Aussterben bedrohte Haus- und Nutztierrassen zum kulturellen Angebot Schleswig-Holsteins. Derzeit gewährt die Arche uns auf Instagram und Facebook Einblicke in die Arbeit mit den Tieren.

Auf Facebook haben übrigens schleswig-holsteiner Kulturschaffende die Gruppe Kultur in Zeiten von Corona gegründet, in der viele weitere Angebote gepostet werden.

Die kultursphäre.sh wird in diesen Beitrag in den nächsten Tagen kontinuierlich aktualisieren und unter dem Hashtag #SHKultur auch auf unseren Social Media-Kanälen teilen.

Natürlich konnten wir bisher nur einen kleinen Ausschnitt der digitalen Kulturangebote in Schleswig-Holstein in Zeiten von Corona geben. Was sollen wir noch aufnehmen? Schreiben Sie uns gerne unter info@kultursphaere.sh.

#KulturhilfeSH

Der Landeskulturverband (LKV) Schleswig-Holstein hat unmittelbar nach den weitreichenden Schließungsverfügungen für das kulturelle Leben im Land mit #KulturhilfeSH einen Nothilfefonds gestartet, der Künstlerinnen und Künstlern der Veranstaltungsbranche und Freischaffenden aus der Kulturwirtschaft akut in der durch die Eindämmungsmaßnahmen des Corona-Virus Covid19 entstehenden Notlage helfen soll. 

Während staatlich unterstützte Kulturangebote eine verlässliche Finanzierung haben, ist die derzeitige Situation für freischaffende Künstler und private Kultureinrichtungen existenzbedrohend. Um diese zu unterstützen, hat der Landeskulturverband Schleswig-Holstein e.V. unter der Schirmherrschaft von Kulturministerin Prien die Initiative #KulturhilfeSH ins Leben gerufen, einen Nothilfefonds für Künstlerinnen und Künstler der Veranstaltungsbranche und für Freischaffende der Kulturwirtschaft.

„Die Absage aller öffentlichen Veranstaltungen und Bildungsangebote u.a. in Musikschulen, Volkshochschulen und Bildungsstätten betrifft insbesondere Freischaffende unmittelbar“ erläutert Guido Froese, Vorsitzender des LKV die Initiative. „Wir setzen nun neben der staatlichen Hilfe auf die Solidarität Aller für diejenigen, die von der Kultur leben“, ergänzt Froese und bittet um Spenden in Höhe von Eintrittspreisen zu Konzerten oder Lesungen. Spenden sind über Paypal oder per Überweisung möglich, Künstlerinnen und Künstler können sich hier um eine Förderung bewerben.

#KulturhilfeSH des Landeskulturverbandes Schleswig-Holstein
#KulturhilfeSH des Landeskulturverbandes Schleswig-Holstein

Wikinger Museum Haithabu – Eintauchen in das Leben im Frühmittelalter

Ganz an der Spitze der Schlei, gegenüber der Stadt Schleswig, findet sich eine historische Stätte von
Weltrang. Wo heute das Wikinger Museum Haithabu seine Türen öffnet, blühte vom 8. bis zum 11.
Jahrhundert die bedeutendste Handelsstadt des Nordens. Noch heute umgeben große Erdwall-
Anlagen den alten Handelsplatz Haithabu, die sich übrigens hervorragend bewandern lassen. 2018
wurde Haithabu, sowie das damit verbundene Grenzbauwerk Danewerk, in die Welterbeliste der
UNESCO eingeschrieben. Ein Ausflug in das Museum bringt dem Besucher nicht nur die
außergewöhnliche Bedeutung des geschichtsträchtigen Ortes näher – die traumhafte Lage am
Haddebyer Noor macht einen Ausflug nach Haithabu zudem zu einem abwechslungsreichen
Naturerlebnis.

Besucher*Innen auf dem Weg zur nachgebildeten Siedlung

Ein Spazierweg quer durch das Gehege der Skudden (eine alte Hausschaf-Rasse) führt zum
Außengelände des Museums. Unter anderem über rustikale Bohlenwege kann der Besucher die
rekonstruierte Siedlung mit sieben Häusern und einer Landebrücke erkunden. Grundsätzlich ist das
Gelände barrierefrei und es gibt zudem die Möglichkeit, in der Nähe des Außengeländes zu parken.
Noch bis zum 11. September sind die Häuser der Siedlung bewohnt. Die wikingerzeitlich
ausgestatteten Darsteller machen das Alltagsleben des Frühmittelalters für den Besucher erfahrbar.
Neben der Präsentation alter Handwerkstechniken lässt sich auch kulinarisch in lang vergangene
Zeiten eintauchen:Ein würziger Duft steigt aus dem Kessel, in dem die Gemüse- und
Wildkräutersuppe köchelt. Am Feuer hantiert Michael Gütges, der dem Besucher auch gerne Fragen
zur Ernährungsweise der Wikinger beantwortet. Weit weniger schmackhaft, zuletzt jedoch deutlich
farbenfroher: Der brodelnde Kessel mit ausgekochtem Rainfarn. Die Pflanze wurde zum Färben von
Textilien verwendet und taucht die wikingerzeitlichen Trachten in ein tiefes Gelb.

Hier wird eine Gemüse- und Wildkräutersuppe zubereitet

In den Räumlichkeiten des Museums erwartet den Besucher eine modern gestaltete Ausstellung,
durch die man sich auch mit Hilfe von Audio-Guides führen lassen kann. Die einzelnen Räume sind zu
Themenbereichen zusammengefasst. Diese reichen von Bestattungssitten der Bewohner über die
Siedlungsverteidigung bis hin zum Handelsnetzwerk der einstigen Wikingersiedlung. In der Stadt
Haithabu lebten zu historischen Zeiten sowohl Christen, als auch Heiden, welche die einheimischen
Gottheiten verehrten. Dies lässt sich unter anderem an unterschiedlichen Bestattungsformen im
historischen Haithabu festmachen.
Am beeindruckendsten sind sicherlich die zahlreichen Funde, die sich im Museum aus nächster Nähe
bestaunen lassen. Dazu zählen etwa massive Schwerter, kostbarer Schmuck, sowie Handwerksgeräte.
Auch die in der Region gefundenen Runensteine sind imposant in Szene gesetzt. Die Rekonstruktion
des etwa 30 Meter langen Schiffes Haithabu I erwartet den Besucherin einer eigens dafür
vorgesehenen Halle.

Ein historisches Relikt aus nächster Nähe

Hundebesitzer können ihre Vierbeiner übrigens vor dem Eingangsbereich des Museums am
Hundeparkplatz unterbringen. Dieser ist jederzeit schnell erreichbar. So lässt sich auch jederzeit eine
kleine Pause im Museumscafé einlegen. Alles in allem sollte man für die Ausstellung einen guten
Nachmittag einplanen. Je nach Wetterlage lässt sich ein Ausflug nach Haithabu mit der Besichtigung
der Außenanlagen oder einem Spaziergang am Noor variieren.